Hand-Over


AV: A09 Status: Aktiv Thread Level: High Auswirkungen: Vertraulichkeit, Integrität Voraussetzung/Distanz: Remote Funk

Veröffentlicht: 18.02.2013 Aktualisiert: 08.07.2026

Die sich durch die geforderte Abwärtskompatibilität ergebenden Kombinationen von Hand-Over Prozeduren zwischen den unterschiedlichen Architekturen 2G bis 4G in den jeweiligen Ausbaustufen wirken sich kontraproduktiv auf die Sicherheit von UMTS aus. 

MITRE ATT&CK

T1466 – Downgrade to Insecure Protocols (T1466)

Matrix: Mobile

Taktik: Network Effects

Technik: Downgrade to Insecure Protocols



Details:

Im Allgemeinen kann von einer Abschwächung der Sicherheitsfunktionen bei einem Hand-Over in das jeweils darunterliegende Netz ausgegangen werden, also zum Beispiel beim Wechsel von einem 3G in ein 2G-Funknetz.[1]




Quellen/Links:



Erkennung:

Ein sicherheitsrelevanter Hand-Over ist am Smartphone meist nur indirekt erkennbar. Auffällig können plötzliche Wechsel von 3G oder 4G in 2G, veränderte Diensteverfügbarkeit oder unerwartete Schwankungen bei Verschlüsselung und Verbindungsqualität sein.

Ob ein Hand-Over tatsächlich zu einer Abschwächung von Sicherheitsfunktionen führt, lässt sich aber in der Regel nur über Protokollanalyse oder detaillierte Funkdiagnostik belastbar bewerten.



Quellen/Links:



Gegenmaßnahmen:

Die wichtigste Gegenmaßnahme ist, unnötige Downgrades in ältere Netze zu vermeiden und moderne Mobilfunkstandards zu bevorzugen. Je weniger oft ein Gerät zwischen unterschiedlich stark abgesicherten Netzen wechseln muss, desto kleiner ist die Angriffsfläche für Sicherheitsverluste beim Übergang.

Ergänzend helfen saubere Netzplanung, aktuelle Firmware und in sensiblen Umgebungen eine Überwachung auffälliger Hand-Over-Muster. Wenn Kommunikationsinhalte besonders schützenswert sind, reduziert zusätzliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung die Auswirkungen eines schwächeren Funkübergangs.


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Kategorien: BSC BTS MSC





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