WiFi/WLAN


AV: A13 Status: Aktiv Thread Level: High Auswirkungen: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit Voraussetzung/Distanz: Remote Funk

Veröffentlicht: 05.10.2017 Aktualisiert: 23.07.2026

Eine mit WEP geschützte Verbindung ist innerhalb weniger Sekunden entschlüsselt. Aber auch WPA/WPA2 ist nicht mehr sicher. Sogar auf den neuen Standard WPA3 gibt es erste Angriffsszenarien. 

Keine MITRE Quellen vorhanden.



Details:

Gängige Verfahren sind zum Beispiel:
WEP Key recovery attack,
Pre Shared Key (PSK) - decrypt ARP request. 




Quellen/Links:

Practical attacks against WEP and WPA (Martin Beck, Erik Tews): dl.aircrack-ng.org/breakingwepandwpa.pdf

Key Reinstallation Attacks Breaking WPA2 by forcing nonce reuse:   www.krackattacks.com/

KRACK-Angriff; Key Reinstallation Attacks: Forcing Nonce Reuse in WPA2 papers.mathyvanhoef.com/ccs2017.pdf

Dragonblood: A Security Analysis of WPA3’s SAE Handshake papers.mathyvanhoef.com/dragonblood.pdf




Erkennung:

WLAN-Angriffe zeigen sich häufig indirekt: unerwartete Trennungen, wiederholte Re-Authentifizierungen, plötzlich schwächere Sicherheitseinstellungen oder ungewöhnliche Access-Point-Namen können auf Probleme hindeuten.

Für eine belastbare Erkennung sind jedoch technische Prüfungen nötig, etwa Monitoring auf verdächtige Handshakes, Reinstallation-Effekte oder Fehlkonfigurationen beim Schlüsselmanagement.



Quellen/Links:



Gegenmaßnahmen:

Gegenmaßnahmen sind vor allem organisatorisch und technisch: aktuelle Firmware auf Clients und Access Points, moderne Standards wie WPA3 mit Protected Management Frames, starke Passphrasen und das Abschalten veralteter Verfahren wie WEP oder unsicherer Übergangskonfigurationen.

Zusätzlich helfen Netzsegmentierung, konsequentes Patch-Management und die Vermeidung offener oder schwach geschützter WLANs für sensible Kommunikation.


Quellen/Links:




Kategorien: WLAN





Weitere Vektoren aus dem Bereich

Parser-Schwachstellen in Mobilfunk-Protokollen

Parser-Schwachstellen in Mobilfunk-Protokollen betreffen die Verarbeitung speziell präparierter Signalisierungsnachrichten in LTE- und 5G-Netzen. Fehler in der Parser-Logik können Abstürze auslösen und im Einzelfall weitergehende Angriffe auf Netzkomponenten oder Basisband-Implementierungen ermöglichen.

LTE Protokolle und Schwachstellen

Immer mehr Schwachstellen im LTE-Protokoll werden bekannt. Diese ermöglichen sich als ein anderer Nutzer oder auch als eine LTE Basisstation auszugeben. Ähnliche Schwachstellen gibt es schon immer in 2G (GSM)

Unverschlüsselte Datenverbindung

Bei der Datenverbindung (ps) wird zwischen dem Endgerät  und der SGSN im Kern-Netz verschlüsselt. Nicht zwischen BTS und Endgerät wie es bei einer cs-Verbindung der Fall ist. 

Verschlüsselung GEA/x (ps)

Passives Abhören auf der Luftschnittstelle ist auch bei der Datenverbindung möglich. (ps = paketvermittelt)GEA/1, GEA/2, GEA/3