3G Zugangs- und Kern-Netz


AV: C02 Status: Historisch Thread Level: Medium Auswirkungen: Vertraulichkeit, Integrität, Datendiebstahl Voraussetzung/Distanz: Remote Funk

Veröffentlicht: 18.02.2013 Aktualisiert: 23.07.2026

Im 3G-Zugangs- und Kernnetz bestehen Risiken durch unvollständig abgesicherte Signalisierungs- und Managementpfade. Angreifer mit Interconnect- oder Kernnetznähe können je nach Konfiguration Verkehrs- und Standortinformationen ableiten oder Signalisierung missbrauchen. In hybriden Netzen bleibt das Risiko besonders relevant, wenn Endgeräte auf 3G zurückfallen.

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T1635 – Adversary-in-the-Middle (T1635)

Matrix: Mobile

Taktik: Credential Access (TA0006)

Technik: Adversary-in-the-Middle

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T1466 – Downgrade to Insecure Protocols (T1466)

Matrix: Mobile

Taktik: Network Effects

Technik: Downgrade to Insecure Protocols



Details:

UMTS hat die Sicherheit gegenüber 2G deutlich verbessert, schließt jedoch nicht jede Angriffsmöglichkeit im Zugangs- und Kernnetz aus. Kritisch sind insbesondere falsch konfigurierte Vertrauensbeziehungen, unzureichende Härtung von Signalisierungs-Schnittstellen und Legacy-Betrieb im Interconnect. Dadurch können Vertraulichkeit und Integrität von Metadaten sowie in Einzelfällen die Verfügbarkeit von Diensten beeinträchtigt werden.

Der Vektor ist heute vor allem in gemischten 2G/3G/4G-Umgebungen relevant. In reinen 5G-SA-Umgebungen greifen zusätzliche Schutzmechanismen, das Risiko verlagert sich dort aber auf Übergänge und Fallback-Szenarien.




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Erkennung:

  • Ungewöhnliche Signalisierungsereignisse (z. B. atypische Location-Update- oder Paging-Muster)
  • Auffällige Interconnect-Requests aus nicht erwarteten Netzen/Partnern
  • Wiederkehrende Authentifizierungs- und Session-Fehler in Kernnetzkomponenten
  • Erhöhte Zahl fehlgeschlagener Zustellversuche bei SMS/Voice ohne Funkstörungsbild
  • Anomalien in Roaming- und MAP/CAP-bezogenen Kontrollflüssen


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Gegenmaßnahmen:

Empfohlen sind eine konsequente Härtung und Filterung von Signalisierungs-Schnittstellen, ein striktes Interconnect-Policy-Set, kontinuierliches Monitoring der Kernnetz-Telemetrie sowie eine Reduktion von Legacy-Abhängigkeiten. Zusätzlich sollten Betreiber Fallback-Pfade auf 3G minimieren, wo technisch möglich 5G-SA bevorzugen und Übergänge zwischen Generationen mit expliziten Sicherheitskontrollen absichern.


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