IMSI/LAI im Klartext


AV: A03 Status: Aktiv Thread Level: High Auswirkungen: Verfügbarkeit, Tracking, Ortung, IMSI-Leak, Geräteidentifikation Voraussetzung/Distanz: Remote Funk

Veröffentlicht: 18.02.2013 Aktualisiert: 08.07.2026

Das Smartphone sendet, z.B. bei der ersten Verbindungsaufnahme die unverschlüsselte IMSI der SIM-Karte und die LAI (Location Area Identifer) der letzten Verbindung mit einer Basisstation.

Keine MITRE Quellen vorhanden.



Details:

Ermöglicht unter anderem das Abmelden eines fremden Smartphones vom Mobilfunknetz. (IMSI DETACH)

Außerdem kann durch die IMSI der aktuelle Standort geortet werden. Weitere Details finden Sie unter AV-F03

„Location Update“ wird vom MSC, VLR, HLR oder vom ME angestoßen. IMSI und LAI  muss dem HLR/VLR zu jeder Zeit bekannt sein. (MM AUTHENTICATION REQUEST, RR CHANNEL REQUEST) Details zum „Location Management“ [1]




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Erkennung:

Eine direkte Erkennung am Smartphone ist nur eingeschränkt möglich. IMSI- und LAI-bezogene Signalisierung läuft auf niedrigen Protokollschichten ab und wird dem Nutzer normalerweise nicht transparent angezeigt.

Hinweise können ungewöhnliche Location-Updates, abrupte Re-Registrierungen oder auffällige Signalisierungsmuster sein. Eine belastbare Auswertung erfordert jedoch typischerweise Protokollanalyse, spezialisierte Funkwerkzeuge oder Netzbetreiberdaten [2].



Quellen/Links:



Gegenmaßnahmen:

Da IMSI und LAI im klassischen Mobilfunkbetrieb für bestimmte Netzfunktionen benötigt werden, lässt sich das Risiko nicht vollständig am Endgerät beseitigen. Sinnvoll sind deshalb Gegenmaßnahmen auf Architektur- und Betriebsseite: Einsatz modernerer Netze, Vermeidung unnötiger 2G-Nutzung und möglichst datensparsame Netzkonfiguration.

Aus Anwendersicht reduziert die Bevorzugung moderner Mobilfunkstandards und das Vermeiden unnötiger Legacy-Einbuchungen die Angriffsfläche. Für besonders schützenswerte Szenarien sind zusätzliche Funkanalyse- oder Detektionswerkzeuge sinnvoll.


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Kategorien: IMSI LAI





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